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Polyamorie

Was ist Polyamorie?

Definition von Polyamorie 

Polyamorie bezeichnet eine Beziehungsform, in der jemand oder alle Beteiligten mehrere Menschen zur selben Zeit lieben. Es kann sich dabei um zärtliche, sexuelle und/oder herzvolle Liebesbeziehungen handeln. Alle Menschen in einem Polykül (= alle Personen, die Teil dieser erweiterten Beziehung sind) wissen von einander. Manchmal kennen sich auch alle persönlich. Die verschiedenen Beziehungen können über längere Zeit in einer Gleichzeitigkeit gelebt werden. Das Wertegerüst der Polyamorie beinhaltet, dass alle direkt beteiligten Personen von den verschiedenen Beziehungen wissen und damit einverstanden sind (entspricht der Bezeichnung: einvernehmlich nicht monogame Beziehungen).

Abgrenzung zu anderen Beziehungsformen

Polyamore Beziehungsformen grenzen sich deutlich ab von der Freien Liebe und der Beziehungsanarchie, die oft rein körperlicher Natur sind und sich als nicht näher definierte Beziehungen verstehen. Polyamorie versteht sich also nicht als Oberbegriff für beliebige offene Beziehungsformen. 

Vier wesentliche Merkmale von Polyamorie

Christian Rüther, der die Geschichte der Polyamorie untersucht hat, definiert Polyamorie über vier wesentliche Merkmale:

  • Ehrlichkeit/ Transparenz (Polyamorie ist nicht Betrügen/Heimlichkeit)
  • Gleichberechtigung/ Konsens (Polyamorie ist nicht: patriarchale Polygynie/Polygamie)
  • Erotische Liebe mit mehr als einer Person über einen bestimmten Zeitraum hinweg (Polyamorie ist mehr als Freundschaft/ Polyamorie ist nicht Monogamie)
  • Langfristige Orientierung (Polyamorie ist nicht Swinging)
Kategorien: Beziehung